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Praxistipps
Arbeitsrecht

Arbeitszeiterfassung ohne Terminal: Warum du nicht zwingend eine Stempeluhr brauchst

Die Zeiterfassungspflicht klingt nach einer teuren Stempeluhr an der Wand. Muss sie nicht. Was du wirklich brauchst, ist ein Nachweis, wann jemand tatsächlich gearbeitet hat, nicht ein zusätzliches Gerät im Eingangsbereich.

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Maurice, Gründer Team Director

11. August 20268 min

Ein Stempeluhr-Terminal ist eine Anschaffung, ein Wartungspunkt und ein zusätzliches Gerät, das kaputtgehen, hängen bleiben oder schlicht am falschen Standort stehen kann, wenn du mehrere Objekte hast. Die eigentliche gesetzliche Anforderung ist aber nicht "Stempeluhr", sondern lückenlose Dokumentation. Und die lässt sich auch ohne zusätzliche Hardware sauber lösen.

Die kurze Antwort

Mitarbeitende stempeln über die App auf dem eigenen Smartphone ein und aus. Eine Standortprüfung (Geofence) stellt sicher, dass das nur am tatsächlichen Arbeitsort funktioniert, nicht vom Sofa aus. Kein zusätzliches Gerät, keine Wartung, keine Warteschlange vor dem Terminal zu Schichtbeginn.

Warum die Pflicht besteht, unabhängig vom Werkzeug

Seit dem Grundsatzurteil des Bundesarbeitsgerichts von 2022 (1 ABR 22/21) besteht in Deutschland eine grundsätzliche Pflicht zur Arbeitszeiterfassung. Das Urteil schreibt kein bestimmtes System vor, es verlangt Verlässlichkeit und Nachvollziehbarkeit. Eine App, die Zeit, Ort und Person zuverlässig dokumentiert, erfüllt diese Anforderung genauso wie ein physisches Terminal, nur ohne die zusätzlichen Kosten und den Wartungsaufwand.

Wie das per App funktioniert

Die Erfassung der Arbeitszeit ist gesetzlich vorgeschrieben. Dies kann in einer Liste im Büro passieren, in einer App, an einem Terminal, völlig egal, es muss nur dokumentiert werden. Statt eines eigenen Terminals kann also auch einfach eine App genutzt werden die deine Mitarbeiter eh nutzen. Die Team Director App zum Beispiel. Wenn ihr mehr Kontrolle wollt, dann mit Geofencing - ihr stellt einen benötigten Standort ein und wir übernehmen die Kontrolle, ob Mitarbeiter auch vor Ort Ein- und Ausstempeln. Wenn euch das nicht wichtig ist, dann kann das auch weggelassen werden und die gesetzliche Vorgabe ist nochimmer erfüllt. So können alle Arbeits- und Pausenzeiten einfach erfasst werden, ohne zusätzlichen finanziellen und logistischen Aufwand.

Was ein Terminal eigentlich löst, und was nicht

  • Löst: Ein fester Ort, an dem alle einstempeln, unabhängig vom eigenen Gerät.
  • Löst nicht: Mehrere Standorte, für die du mehrere Terminals brauchst, jedes mit eigener Wartung und eigenem Ausfallrisiko.
  • Löst nicht: Mitarbeitende, die an wechselnden Orten arbeiten, etwa im Außendienst oder bei Events, wo kein festes Terminal existiert.
  • Löst nicht: Den Anschaffungspreis, der bei mehreren Standorten schnell in die Höhe geht, ganz ohne zusätzlichen Nutzen gegenüber einer App-Lösung.
KriteriumExcelSoftware
AnschaffungskostenTerminal pro Standort nötigKeine zusätzliche Hardware
Mehrere StandorteMehrere Geräte, mehrere WartungspunkteSkaliert ohne zusätzliche Anschaffung
Wechselnde ArbeitsorteNicht abgedecktFunktioniert überall mit Standortprüfung
Rechtssichere DokumentationJa, wenn korrekt gewartetJa, automatisch protokolliert

Kurz gesagt

Die Zeiterfassungspflicht verlangt Nachvollziehbarkeit, kein bestimmtes Gerät. Ein Terminal ist eine von mehreren möglichen Lösungen, nicht die einzige, und oft selten die wirtschaftlichste.

Häufige Fragen

Brauche ich für die Zeiterfassungspflicht ein Terminal?

Nein. Das Arbeitszeitgesetz und die Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts verlangen eine lückenlose Dokumentation der Arbeitszeit, aber kein bestimmtes Gerät. Eine App mit Standortprüfung erfüllt dieselbe Pflicht ohne zusätzliche Hardware.

Wie wird bei mobiler Zeiterfassung sichergestellt, dass am richtigen Ort eingestempelt wird?

Über eine Geofence-Prüfung: Das Ein- und Ausstempeln funktioniert nur, wenn sich das Gerät nachweislich innerhalb eines definierten Radius um den Arbeitsort befindet.

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